Wolf-R. Ruppert
wrr@PfP-now.org

PfP-now.org
Peace for Palestine - now
Frieden für Palästina - jetzt
Open Peace Projekt
TransPalestinaExpress

(to the English version)

Zusammenfassung: Ohne eine funktionierende Wirtschaft, das heisst ohne neue Unternehmen und Arbeitsplätze wird ein zukünftiger Staat Palästina selbst beim Abzug der Panzer und Lösung der territorialen Streitpunkte keine echte Chance haben. Unabdingbare Voraussetzung dafür ist eine leistungsfähige, unbehinderte Verkehrsinfrastruktur. Daher wird eine Bahnlinie zwischen dem Gazastreifen und der Westbank vorgeschlagen. Diese, zunächst als S-, aber auch Güter-Bahn konzipiert, könnte im Endausbau als TransPalestinaExpress bis nach Beirut, Ägypten und Damaskus ausgebaut werden. Da meine Vorstöße beim Bundeskanzler (für eine Beauftragung der DE-Consult) und beim saudischen Prinzen El Walid Ibn Talal (für einen Internationalen Trassierungs-Wettbewerb), dieses Projekt zu fördern, bisher keinen Erfolg hatten, bitte ich auf diesem Weg um Unterstützung.
Ich brauche für dieses Open-Rail- bzw. Open-Peace-Projekt Mitstreiter, Kartenmaterial, Luftbilder, technisches Know-how von Eisenbahn-Lehrstühlen oder anderen Experten und natürlich auch Spenden, um die Sache professionell anzugehen. Die schwierige Topographie sollte uns dabei nicht schrecken, denn selbst die geringste Chance auf Frieden im Nahen Osten sollte gründlich untersucht werden, um der Zerstörung der Zukunft der Jugend Palästinas, was auch die Zerstörung der Zukunft der Jugend Israels bedeutet, ein Ende zu setzen. Wer macht mit?

 
Am 17.9.2001 und am 14.1.2002 habe ich mich mit den folgenden Vorschlägen für die Untersuchung eines Projektes TransPalestinaExpress zunächst an den Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und dann an den saudischen Prinzen El Walid Ibn Talal gewandt:

(direkt zur neuen Basis-Inititative >>)

Ursprünglicher Brief vom 17.9.2001 an den Bundeskanzler: Ohne die Bemühungen Ihres Außenministers und die Ihres Hauses gering zu schätzen, ist mir seit langem klar, dass die Politik mit ihrer Fixierung auf Grenzen, Hoheitsrechte, religiöse Orte und Gebietsabtretungen in Palästina immer wieder in die Sackgasse geraten muss, weil sie darüberhinaus keine Antwort auf die Frage hat: Wie können für die Palästinenser mittel- und langfristig Arbeitsplätze in eigenen Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben geschaffen werden, sodass sie sich weitgehend - und nicht zu vergessen: in Würde - von Israel abkoppeln können.

Dies geht nicht ohne eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur.

Ich sehe hier zur Zeit nur den Bau einer transpalästinensischen Eisenbahn von Gaza über Jerusalem bis nach Nablus, die eines Tages vielleicht sogar nach Ägypten, dem Libanon und nach Syrien verlängert werden kann. 

Warum eine Bahnverbindung? Weil ich glaube, Israel würde sich durch eine Eisenbahnstrecke mit ihren wenigen Bahnhöfen und Gleisanschlüssen viel weniger bedroht sehen als durch eine Schnellstraße mit ihren vielfältigen, unübersichtlichen Auf- und Abfahrtsmöglichkeiten.

Das heißt aber auch vice versa, Israel müsste im Zweifelsfalle der Weltöffentlichkeit einen Eingriff in dieses autonome palästinensische Eisenbahnsystem sehr genau begründen - und bei nicht hinreichender Begründung mit Sanktionen rechnen - und könnte den Verkehr zwischen den palästinensischen Teilgebieten dann nicht mehr so willkürlich unterbrechen, wie bisher.

Und nicht zu unterschätzen: moderne Züge - vielleicht sogar ICE3-Neitech-Dieseltriebzüge und CargoSprinter - haben einen weitaus höheren Identifikationswert als endlose Schlangen von LKW auf einer Schnellstraße.

Was spricht dagegen? Möglicherweise die Topographie, das bergige Gelände. Daher wollte ich mich zuerst dieser Thematik nur ganz vorsichtig nähern. D.h. zunächst einmal im Internet um Kartenmaterial mit Höhenlinien bitten und um Unterstützung bei der Trassierung durch in diesem Metier erfahrene Kollegen. Und ich wollte erst mit der Idee richtig an die Öffentlichkeit treten, wenn wir die theoretische Machbarkeit einigermaßen zweifelsfrei festgestellt haben würden.

Und danach wollte ich im Internet anregen, Arbeitsgruppen für einzelne Teilabschnitte zu bilden, wobei ich vor allem Bauingenieure und Geographen, aber auch Informatiker u.a. wegen der Visualisierung ansprechen wollte.

Analog zur Entwicklung des Open-Source-Betriebssystems Linux schwebte mir quasi ein Open-Rail-Konzept bzw. Open-Peace-Konzept vor, nach dem Motto: Wenn die Politik es nicht schafft, machen wir uns eben unseren Frieden (wie unser Betriebssystem) selber.

Angesichts der aktuellen Entwicklung halte ich - leider - dieses vorsichtige und basisdemokratische Vorgehen für überholt.

Bei absehbaren möglicherweise kurzfristig greifenden militärischen Reaktionen auf die Terrorakte müssen vice versa auch die nicht-kriegerischen Problemlösungsbeiträge unübersehbar deutlich gemacht und ebenfalls beschleunigt werden.

Ich bitte Sie daher, sich, wenn irgend möglich, dieses Projektes - mein Arbeitstitel ist: TransPalestinaExpress - anzunehmen und entweder einem Eisenbahn-Lehrstuhl oder der Deutschen Eisenbahn Consult den Auftrag zu geben, die (Machbarkeits-)Trassierung durchzuführen.

Wenn man dabei auf meine in vielen Studien für das Bundesverkehrs- und andere Ministerien und Institutionen gewonnenen Erfahrungen und problemlösungsorientierte Arbeitsweise - eine gute Mischung aus Wissen, Kreativität, Beharrlichkeit (geht nicht gibt es nicht) und Teamgeist - zurückgreifen würde, würde mich das freuen.

Es sollte schnell gehandelt werden, auch wenn die Gefahr besteht, dass der Trassierungsversuch scheitert und dadurch geweckte Hoffnungen zunächst einmal enttäuscht werden. Denn selbst in diesem Falle wird jedermann das Signal erkennen, dass man in der Politik die Zeitzeichen verstanden hat und etwas wirklich Richtungweisendes tun will und dass dies nur in einer dramatischen Verbesserung der Infrastruktur und der innerpalästinensischen Freizügigkeit bestehen kann.

Sonst ist mittel- und langfristig auch unsere eigene Freizügigkeit gefährdet.

Gegebenenfalls sollte das Projekt in eine größere neutrale Infrastrukturstudie eingebettet werden, sodass von vornherein klargestellt ist, dass auch bei Unmöglichkeit einer Eisenbahnverbindung auf dem Weg der Infrastrukturverbesserung kraftvoll vorangeschritten wird.

Und erlauben Sie mir noch eine Anmerkung: auch der Kanaltunnel und die Öresundbrücke sind noch lange nicht als wirtschaftlich gelungene Projekte zu bezeichnen. Beide sind aber unter Überwindung größter technischer Probleme durchgeführt worden und werden eines Tages ein positives Nutzen/Kosten-Verhältnis erreichen.

Dies gilt meines Erachtens auch für den TransPalestinaExpress, in dessen Nutzen-Waagschale zudem der mögliche Frieden in einer ganzen Region liegen würde.

Former letter to the Prince El Walid Ibn Talal from 14.1.2002: Before becoming active in software development, I realized and lead many big studies for the federal Ministry of Transport and other ministries from 1975 to 1985. Areas of my actvity were transportation, accessibility and land use modelling. This interest persists, even during my years as president and CEO of the software house Concept asa. For example we have recently completed the development of the ACCEDO program, wich calculates and visualizes road network accessibility in the federal state of Rheinland-Pfalz. Today I am a member of the working groups optimization and anti-noise-pact of the regional dialogue forum that scrutinizes the expansion of the airport of Frankfurt. Each occasion has been an opportunity to sharpen my senses for infrastructural issues.

But let me get to the point. I am convinced that - as important as it is - the Israeli-Palestinian conflict cannot be solved by the retreat of tanks and ceasing of violence alone. I believe that the solution lies in a radical improvement of living conditions in the Gaza Strip and the Westbank. This means above all to create new job opportunities and working conditions, that are independent of Israel. For that to happen, accessibility and freedom of movement are an absolute precondition. This requires a significant improvement of the transportation infrastructure. In my opinion the construction of a railway from the Gaza Strip over Jerusalem up to Nablus is an appropriate first step.

Why a railway and not a highway?

Because on one hand in my opinion only a railway can be built further through israelic territory up to Beirut and Damascus. Whereby a road connection, from which one can drive off in every place most probably would not be accepted by the Israelis because of matters of security.

And on the other hand in my opinion a TransPalestinaExpress can much easier become a symbol of the will to an independent development for the Palestinian territories than a simple road connection could ever be.

To achieve this goal I propose to advertise an international railroute planning competition, in very much the same way as architecture competitions are advertised. Exposure and goodwill are the main reasons for making this an international competition. We want young people all over the world to bow over the map of Palestine and learn to understand the difficult situation of the Palestinian nation. We want them to concentrate all their efforts on helping to solve a problem, which ultimately concerns everybody - not just the arab world.

A problem which has tied up diplomatic and financial resources for years, that we should rather invest together in the Palestinian youth.

A competion is also preferable, because the terrain and overall regional and town planning situation is rather difficult. Besides we should not be dependent on a single engineering agency.

I would appreciate your help in this projects very much.

>> Die neue Basis-Initiative: Leider habe ich bisher auf diese beiden Vorschläge keine Antwort erhalten, auch nicht von der Faculty of Engineering der Universität Alexandria, der ich eine der fünf Kopien des Briefes an den Prinzen El Walid Ibn Talal zukommen ließ.

Vielleicht sind meine Briefe in der Vorprüfung in den Sekretariaten hängen geblieben, oder man schreckte vor den bei dem bergigen Terrain nicht unbeträchtlichen topografischen Schwierigkeiten zurück.

Wie dem auch immer sei, angesichts der völlig verfahrenen Lage im Nahen Osten glaube ich, dass jede mögliche uns dem Frieden näher bringende Idee und Initiative, und hätte sie auch nur eine noch so geringe Realisierungschance, ausgelotet werden muss.

Damit komme ich auf meinen ursprünglichen (basisdemokratischen) Open-Rail-Ansatz bzw. Open-Peace-Ansatz zurück. Ich bitte, mir daher Material, in erster Linie Karten mit Höhenlinien (1:25.000 oder geeigneteres) und/oder Luftbilder zur Verfügung zu stellen, das ich an Eisenbahnlehrstühle oder andere Experten, die vielleicht zu einer Mitarbeit bereit sind, weiterleiten kann. Solche Lehrstühle bitte ich, sich ebenfalls unter der Mailadresse wrr@PfP-now.org zu melden.

Paralell zu diesen Aktivitäten werde ich Freunde und Persönlichkeiten ansprechen, um einen eingetragenen Verein "Frieden für Palästina - jetzt e.V." oder "TransPalestinaExpress e.V." zu gründen, dessen Ziel es sein soll, die Machbarkeit einer solchen Bahnverbindung zu untersuchen bzw. untersuchen zu lassen und im positiven Fall die Implementierung anzustoßen.

Die Gründung eines eingetragenen Vereins ist geplant, um Spenden sammeln zu können, mit denen Arbeitsmaterialien, Arbeitsaufwand, die Pflege einer Website etc. finanziert werden können; wobei, wenn der Verein als gemeinnützig anerkannt ist, diese Spenden von der Steuer abgesetzt werden können.

Wenn jemand, ohne unbedingt auf eine Absetzmöglichkeit zu rekurrieren, schon jetzt zur Anschubfinanzierung des Projektes eine Spende leisten will, so kann er dies natürlich gerne durch Überweisung auf das folgende Konto tun:

Empfänger:Ruppert, Wolf-R.
Konto-Nr.:0461014303
Bank:Dresdner Bank Frankfurt/Main
BLZ:500 800 00
Swift-Code:DRESDEFF
Verwendungszweck:U-Konto 03 Projekt TPE

Bitte ergänzen Sie gegebenenfalls den Verwendungszweck auf der Überweisung auch durch ein eindeutiges Kennwort oder Ihren Namen oder Ihre (eMail-) Adresse oder Telefonnummer, sodass, sofern erwünscht, Kontakt aufgenommen werden kann bzw. ein Begleitschreiben/ Mail/Telefongespräch zugeordnet werden kann.

Zurück zum Thema: Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass der TransPalestinaExpress zunächst nur eine S-Bahn-Verbindung zwischen Gaza und Jerusalem/Ramallah sein wird. aber eine S-Bahnverbindung, die ungewöhnlicherweise, wie ich es sehe, überproportional auch für den Güterverkehr genutzt werden wird. Hieraus verspreche ich mir langfristig auch innovative Ansätze zur Citylogistik, die eines Tages sogar von den palästinensischen Ingenieuren in andere Regionen der Welt exportiert werden könnten.

Dennoch sollten wir auch an dem großen Ziel eines TransPalestinaExpress festhalten.

MeinTraum wäre, dass Syrien auf die Hälfte der Golanhöhen verzichtet und Israel im Gegenzug dafür die Flächen für die Eisenbahntrasse von Nablus bis zur syrischen Grenze zur Verfügung stellt und für das analoge Zur-Verfügung-Stellen einer Trasse von Nablus bis zur libanesischen Grenze der Libanon den im Libanon lebenden palästinensichen Flüchtlingen die libanesische Staatsbürgerschaft gewährt, wobei er hoffentlich so großzügig sein wird, dass er für sie auch eine doppelte, libanesisch/palästinensische Staatsbürgerschaft erlaubt, sofern diese Bürger es wünschen.

Möglicherweise schließt sich Ägypten dieser Initiative an und verpachtet an die Palästinenser zur Erweiterung des Gazastreifens vielleicht auf 99 Jahre ein Gebiet von ebenfalls der Größe der halben Golanhöhen. Damit würde es Syrien, das ja immer die Rückgabe des gesamten Sinai an Ägypten vor Augen hat, wahrscheinlich wesentlich erleichtert, die nur partielle Rückgabe der Golanhöhen zu akzeptieren.

Wie deutlich wird, glaube ich daran, dass ein palästinensisch/israelischer Friede vom Grundsatz her nur aus der Region selbst entstehen und weder aus Washington noch aus Europa vorgegeben werden kann.

Und auch Jordanien sollte in die regionalen Friedensbemühungen einbezogen werden. Dabei sehe ich eine wichtige Aufgabe für dieses Land, das schon immer um einen gerechten Ausgleich bemüht war, darin, dass Jordanien möglicherweise für einen Zeitraum von zehn bis zwanzig Jahren die Hoheit und polizeiliche Kontrolle über die heiligen Stätten auf dem Tempelberg und die arabische Altstadt Jerusalems übernimmt, so lange, bis Israel und der neue palästinensische Staat zu einem spannungslosen Miteinander gefunden haben.

Und bitte halten Sie mich nicht für verrückt.

Helfen Sie mir, wenigstens den technischen Teil dieser Träume auf ihre Machbakeit zu untersuchen.

Denn verrückt sind nur Menschen, die sich gegenseitig ihre Kinder umbringen, anstatt für sie eine Zukunft in Frieden und gegenseitiger Achtung aufzubauen.

Mit freundlichen Grüßen
Wolf-R. Ruppert

Verkehrswissenschaftler und
geschäftsführender Gesellschafter
eines Softwarehauses

PS: Für diese Website wird, wenn Zeit und Mittel zur Verfügung stehen, auch eine englische und eine arabische Version zur Verfügung gestellt. So lange gilt eine mit meinen zum Beispiel niederländischen u. norwegischen Kollegen immer gut funktionierende Methode: Sie mailen oder sprechen mich in der Regel auf Englisch an, und ich antworte im Zweifelsfall, wenn die Texte technisch oder anderswie schwierig werden, auf Deutsch.